Facility Management

Ein Ausblick in die Zukunft…

1. Grundlagen
Facility Management, ein Schlagwort in der Deutschen Landschaft.Was aber ist bzw. was will man mit Facility Management erreichen?Facility Management hat das Ziel, Gebäude, Grundstücke, Arbeitsplätze, Technik und vieles mehr planerisch und verwaltungstechnisch zu erfassen mit Hilfe einer EDV-unterstützten Durchführung.Komplizierte Verwaltungs-, Planungs- und Umwelttechnik ist eigentlich nur so in den Griff zu bekommen.

2. Schnittstelle Mensch – EDV

Das Wichtigste bei einem Facility Managementsystem ist allerdings das Zusammenspiel von Mensch und Rechner.
Die Bedienung war nicht oft der Persönlichkeit des Anwenders angepasst.
Immer wieder muss er sich auf neue Bedienungsschematas einstellen.
Hier setzen moderne Facility Management Lösungen an.
Um Eingabefehler soweit als möglich zu vermeiden, ist die am Bildschirm eingestellte „Oberfläche“ an den jeweiligen Benutzer bzw. an die jeweilige Lösung anpassbar.
Diese eingestellten Oberflächen verändert sich dynamisch, je nach dem in welcher Bearbeitungsphase man sich zur Zeit befindet.
Dies gilt auch für die integrierten Relationen Datenbanken und deren SQL-Befehlen, so dass auch komplexe Operationen – einmal angefertigt – bei Bedarf auf Knopfdruck zur Verfügung stehen.
Dies vereinfacht die Handhabung des Facility Managementsystems stark.
Die Einarbeitungsphase wird verkürzt und das System amortisiert sich schneller.

3. Einstieg im Facility Management

Vom Ansatz beginnt Facility Management ganz unten bei einem Grundstück mit oder ohne bestehende Gebäude.
Eine Geländevermessung wird sowieso durchgeführt, so dass die im Gelände erfassten Daten leicht ins Facility Managementsystem übernommen werden können.

4. Vorhandene Daten und deren Übernahme

Ein wichtiger Punkt ist sicher eine einheitliche Datenarchitektur.
Kein Facility Managementsystem darf eine Insel Lösung sein.
Es sollte angestrebt werden, so viele Fremdprogramme wie möglich, die auch auf unterschiedlichsten Rechnersystemen laufen, einzubinden, bzw. deren Daten zu connecten und Transparent zu machen.
Ziel ist es und muss es sein, schon vorhandene Daten effektiv zu nutzen.
Jede erneute Dateneingabe ist Zeit- und Kostenintensiv.
Gleichzeitig steigt mit ihr die Fehlerrate.
Dies gilt es zu vermeiden.
Ein richtiger Schritt ist sicher die Bemühungen der Rechnerhersteller um offene Systeme.

5. Alternativen

für die übernehme von bestehenden Gebäuden bieten sich verschiedene Möglichkeiten an.
Die schnellste ist sicher das Scannen. Hierbei werden die vorhandenen Pläne elektronisch abgetastet und in das Facility Managementsystem gebracht.
Zu bedenken ist hierbei Zweierlei:

5.1. Wie genau ist die Vorlage, sprich der Bestandsplan (verzogenes Papier)?
5.2. Geben die Pläne den tatsächlichen Bestand wieder?

In beiden Fällen sind Zweifel erfahrungsgemäß angebracht, jedoch können die dann im Facility Managementsystem befindlichen Pläne nach und nach weiter korrigiert und vervollständigt werden.

6. Die weiteren Vorgehensweisen

Welches Verfahren auch immer angewandt wird, grundlegende Forderung an ein Facility Managementsystem muss sein, dass Daten, die benötigt werden, nur einmal eingegeben werden.
Um auf das unerschlossene Grundstück zurückzukommen, so ist dieses nun zu erschließen und mit einem Gebäude zu beplanen.
Sinnvollerweise erfolgt dies wiederum mit dem Facility Managementsystem.
Wichtig ist aber, dass im Bedarfsfall Zusatzinformationen auch aus anderen Programmen und Rechnersystemen verarbeitet werden können.
Nicht immer ist der Idealfall eines einheitlichen Systems gegeben. (fast nie)
Nachdem nun das Projekt in allen Phasen durchgeführt wurde, verfügt das Facility Managementsystem über detaillierte Kenntnisse.
In diesem Zustand muss langsam aber sicher der vorher bestehende Gebäudebestand überführt werden, da ansonsten wichtige Informationen im System fehlen.

7. Beispiele für Einsatzziele und ihre Konsequenz

Ist diese Stufe abgeschlossen, können zu jedem Zeitpunkt detaillierte Informationen über die einzelnen Gebäude abgerufen werden.
Wird nun konsequent die technische Ausrüstung ebenfalls eingebracht, ist es möglich, quasi auf Knopfdruck festzustellen, ob z. B. eine geplante Einrichtungsvariante möglich ist oder nicht.
Bei einer Erweiterung der Anzahl von Arbeitsplätzen in einem Büro könnte beispielsweise festgestellt werden, ob und wie die zusätzlichen Schreibtische in der Bürofläche untergebracht werden können und ob der Lagerbestand an Schreibtischen noch ausreicht oder neu zu bestellen sind.
Im letzteren Fall würde das Facility managementsystem das Bestellformular automatisch ausgeben.
Natürlich kann man auch eine Auskunft über unbebaute Grundstücke, vermietete Flächen, zu pflegende  Außenanlagen oder über Wartungs- Intervalle bestimmter Maschinen erhalten.
Gleichzeitig wird die Überwachung von Zeit und Budgetplänen wesentlich erleichtert.

8. Die Voraussetzungen

Dieses Leistungsspektrum setzt eine leistungsfähige Hardwareplattform sowie eine leistungsfähige Software voraus, da die vorzuhaltenden Daten sehr schnell in den Gigabyte-Bereich gehen.
Hardwaremäßig sieht es so aus, dass den Parallelprozessoren unter dem Betriebssystem UNIX die Zukunft gehört.
Diese ermöglicht in Kombination mit einem Facility Managementsystem einen enorm schnellen Bildschirmaufbau. In einer weiteren Verbindung mit der Oracle Datenbank lassen sich auch sehr Große Datenmengen im Zugriff halten.

9. Schlußbetrachtungen

Letzten Endes entscheidet die individuelle Lösung über den wirtschaftlichen Erfolg.
Ein Facility Managementsystem von der Stange gibt es nicht und wird es auch nie geben.
Es muss in jedem Fall an die jeweiligen Gelegenheiten angepasst werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

neunzehn − zwölf =